Sonderkurse/Verschiedenes/Presse

ZUMBA am Mittwoch
Mittwoch, 21. August 2019, 18.15 Uhr
7 x 1 Std., 56,- € pro Person
Mittwoch, 23. Oktober 2019, 18.15 Uhr
9 x 1 Std., 72,- € pro Person

Ehrentanz – Wiener Walzer? – kein Problem!
25,-€ pro Person
Donnerstag,  29. August 2019, 19.30 Uhr
Donnerstag, 26. September 2019, 19.30 Uhr
1 x 1 Std. (60 Min.)
Sie heiraten oder sind Trauzeuge? In diesem Kurs wird intensiv der Ehrentanz Wiener Walzer trainiert. Praktische Tipps und Übungen machen Sie schnell fit dafür!

Showdancing/Hip Hop/Contamporary für junge Erwachsene
unter der Leitung von Pia Bornemann 
mittwochs, 19.15 Uhr
1 x wöchentlich 60 Min.
26,- € monatlich
In dieser Gruppe werden Choreos zu aktuellen Hits bzw. ansprechender Musik erarbeitet und einstudiert. Tänzerische Vorerfahrungen sind Voraussetzung!!

Etikette-Abend
1 x pro Saison
Ein ca. 3-stündiges saisonales 4-Gänge-Menü in der Gastronomie Schierenbeck inkl. Umgangsformen, Anti-Blamier-Knigge, Tischsitten etc.

Privat- und Einzelstunden
Für Eilige, Brautpaare oder zur Auffrischung bzw. Vertiefung von Kenntnissen für Paare oder Gruppen. Termine nach Vereinbarung unter 0171 – 19 52 354.

Ferien:
Herbstferien: 03.10. – 18.10.2019
Weihnachtsferien:23.12.06.2019 – 01.2020

Presse aktuell:
erschienen in der NWZ am 17.06.2019
SOMMERFEST
Laurentius-Hospiz in Falkenburg bestens integriert

FALKENBURG Das Laurentius-Hospiz in Falkenburg war am Sonnabendnachmittag wieder „ein großer Ort der Begegnung“. So beschrieb Irene Müller, Geschäftsführerin der Hospiz-Betreibergesellschaft „mission:lebenshaus“, das Treiben beim Sommerfest, zu dem neben vielen Freunden des Hospizes auch wieder zahlreiche Dorfbewohner gekommen waren. „Das zeigt, wie gut unsere Einrichtung hier integriert ist“, freute sich Müller.
Für Unterhaltung sorgten Schülerinnen und Schüler der Grundschule Habbrügge mit verschiedenen Liedvorträgen sowie Kindergruppen der Tanzschule Ute Wessels. Besondere Klänge bot Dudelsackspielerin Alina Beckmann, die auch im Duett mit Akkordeonspieler Holger Jablonowskiauftrat. Mit einem Bücherflohmarkt beteiligte sich der Diakoniekonvent am Programm.

Das Hospiz nutzte den Anlass, um auf seine Erweiterungspläne aufmerksam zu machen. Weil es für die derzeit acht Gästezimmer stets eine lange Warteliste gibt, sollen zwei weitere Zimmer mit Bad angebaut und die Küche erweitert werden. Um die Baukosten von rund 350 000 Euro tragen zu können, braucht das Hospiz Spenden von 150 000 bis 200 000 Euro.


erschienen in der NOZ am Freitag 14.06.2019:
Sommerfest in Falkenburg soll einen Ort des Lebens zeigen

Auch ein Ort der Fröhlichkeit: Die Kinder der Tanzschule Ute Wessels sorgten schon beim Sommerfest 2018 im Laurentius Hospiz für schöne Unterhaltung. Archivfoto: Melanie HohmannAuch ein Ort der Fröhlichkeit: Die Kinder der Tanzschule Ute Wessels sorgten schon beim Sommerfest 2018 im Laurentius Hospiz für schöne Unterhaltung. Archivfoto: Melanie Hohmann

Falkenburg. Das Laurentius Hospiz Falkenburg baut an, zwei neue Gästezimmer kommen hinzu. Am 15. Juni wird Sommerfest gefeiert.

„Wir sind ein Lebenshaus, mit allen Facetten.“ Das sagt Kim Friedrichs, die bei der Mission Lebenshaus gGmbH für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, mit Blick auf das Laurentius Hospiz in Falkenburg. „Hier wird gelacht, gelebt, aber auch geweint und getrauert, das gehört alles mit dazu.“ Die Sprecherin der Trägergesellschaft von insgesamt vier Hospizen im Nordwesten möchte damit das bei vielen festsitzende Klischee zurechtrücken, dass ein Hospiz vor allem ein bedrückender Ort sei, in dem nur die Tränen fließen.

Wohnküche wird erweitert

Ein Eindruck von der mit möglichst viel Lebensqualität im letzten Lebensabschnitt verbundenen Hospizarbeit soll der Öffentlichkeit mit einem Sommerfest im Garten des im Jahr 2012 eröffneten Laurentius Hospizes vermittelt werden. Dazu sind alle Interessierten am Samstag, 15. Juni, von 14.30 bis 18 Uhr eingeladen. Bei der dann möglichen Besichtigung des Hauses kann auch ein Blick in die Wohnküche als dem zentralen Begegnungsort im Hospiz geworfen werden. Dieser Bereich soll laut Friedrichs im kommenden Jahr erweitert werden. Außerdem sei geplant, mittels eines Anbaus die Zahl der Gästezimmer von acht auf zehn zu erhöhen.

Spiel und Spaß für Kinder beim Sommerfest

Am Samstagnachmittag gehört unter anderem ein Auftritt der benachbarten Tanzschule Ute Wessels zum Unterhaltungsangebot des Sommerfests. Ehrenamtliche Mitarbeiter und die Grundschule Habbrügge werden das Fest musikalisch begleiten. Für Kinder gibt es den ganzen Nachmittag über verschiedene Spiel- und Spaßangebot vom Stockbrot bis zum Kinderschminken. Bei Kaffee und Kuchen oder der Bratwurst vom Grill können sich die Gäste gemütlich austauschen und zudem auf einem kleinen Markt allerhand entdecken, kündigt das Hospiz an.

erschienen in der NWZ im Mai 2019

DELMENHORST /FALKENBURG Immer wieder gab es Szenenapplaus, und am Ende hielt es das Publikum nicht auf den Sitzen: Die Premiere von „Die Falkenburger Dorfmusikanten“ im Kleinen Haus in Delmenhorst am Freitag bekam minutenlangen Beifall. Das inklusive Theaterprojekt begeisterte und berührte die Zuschauer im voll besetzten Saal.

Ute Wessels nahm in einem bequemen Sessel auf der Bühne Platz. Die Inhaberin der Tanzschule in Falkenburg hatte das Theaterstück mit Männern und Frauen aus Wohngruppen der Norle gGmbH und der Lebenshilfe einstudiert. In der Aufführung schlüpfte sie in einen großkarierten Schlafanzug und wurde zur Erzählerin des Märchens von den Bremer Stadtmusikanten. Esel, Hund, Katze und Hahn wurden im Stück zu den Falkenburger Dorfmusikanten. Als sich zu Katja Epsteins Lied „Theater“ der Vorhang öffnete, gab er den Blick auf ein farbenfrohes Bühnenbild frei: Ein Wald und ein bunt bemaltes Haus wurden zur Kulisse für den Esel, der einen ramponierten Koffer über die Bühne trug. Nach und nach holte er den alten Hund, die zahnlose Katze und den Hahn ab, um mit ihnen auf die Suche nach einem besseren Leben zu gehen.

Nicht nur die Kulisse, sondern auch die Kostüme zeigten, wie viel Arbeit alle Beteiligten in das Theaterprojekt gesteckt hatten. So bestand das graue Kostüm des Esels aus unzähligen Papierrollen und einer Kopfbedeckung mit zwei großen Ohren. Auch alle anderen Darsteller trugen liebevoll gestaltete Kostüme. Viele von ihnen zogen als Bäume über die Bühne – mit Jute-Kleidung und grünen Blättern auf dem Kopf. Die Räuber, die mit Basketballkappen und karierten Hemden daher kamen, sahen wahrhaft verwegen aus. Während die Tiere umherwanderten, zog hinter ihnen eine Bildtapete vorbei, die mit Blumen, Bäumen und Vögeln bemalt war. Auch die Arbeit daran gehörte zum Projekt.

Vor Beginn des Stücks begrüßte Schirmherr Dr. Johann Böhmann das Publikum. Außerdem waren Fotos und Videos von der Entstehung zu sehen. Tanz- und Theaterpädagogin Ute Wessels erläuterte, dass sich die Gruppe zunächst in „Darsteller“ und „Kreative“ aufgeteilt habe. Doch irgendwann hätten alle den Wunsch gehabt, auf der Bühne zu stehen.

Während der Aufführung gab es immer wieder Applaus, zum Beispiel, als der Hahn sein Krächzen hören ließ. „Du hast `ne gute Stimme“, sagte der Esel. Wenn man zusammen singe, könne sich das „echt geil“ anhören, meinte er und sorgte für Lacher. Zwischendurch gab es Musik und Tanzszenen, bei denen auch Gruppen aus der Tanzschule mitwirkten. Als die Tiere beim Haus der Räuber ankamen, führten diese mit den Bäumen einen ausgelassenen Tanz zu „Im Wald da sind die Räuber“ von Heino auf. Die Zuschauer klatschten mit, und den Akteuren machte die Interaktion mit dem Publikum sichtlich Spaß.

Im April 2018 hatten die Vorbereitungen begonnen. Ute Wessels berichtete von der besonderen Atmosphäre, die während der Proben entstanden sei. „Kein Handicap konnte uns aufhalten“, sagte sie. Die Spielfreude der Akteure war deutlich zu spüren: „Es ist toll, was sie auf die Beine gestellt haben und mit wie viel Eifer sie gespielt haben“, sagte eine Zuschauerin. „Man hat gemerkt, dass es den Schauspielern Spaß gemacht hat“, war eine andere Meinung. Auch Norle-Geschäftsführerin Margrit Haselei war beeindruckt von den Darstellern: „Sie sind über sich hinausgewachsen.“


INTERVIEW MIT TANZPÄDAGOGIN UTE WESSELS

Wessels: Am Anfang war das Projekt noch schwer zu durchschauen. Ich habe gesagt, dass ich prozessorientiert arbeite – es war nicht klar, in welcher Form wir das umsetzen, weil ich die Möglichkeiten der Schauspieler erst einmal ausloten musste. Sie kommen ja aus verschiedenen Wohnheimen der Norle und der Lebenshilfe, ich kannte niemanden von ihnen. Am Anfang standen sechs Wochen vertrauensbildende Maßnahmen. Das ist voll aufgegangen! Danach hat sich alles wunderbar gefügt.
Frage: Sie haben schon mehrere große Theaterprojekte gestemmt, aber noch keines mit „anders begabten“ Menschen, wie sie sagen. Was macht die Arbeit mit ihnen so besonders?

ZWEI AUFFÜHRUNGEN IM KLEINEN HAUS

Im Sommer 2017 haben die Vorbereitungen für das inklusive Theaterstück „Die Falkenburger Dorfmusikanten“ der Tanzschule Wessels in Kooperation mit der Norle gGmbH begonnen. Vor einem Jahr begannen dann die Proben. Auf der Bühne stehen 20 Menschen mit Behinderungen sowie gut 20 Tänzer der Gruppen „First Try“ und Hip-Hop-Kids aus der Tanzschule.

Die beiden Aufführungen finden am Freitag, 10. Mai, und Samstag, 11. Mai, jeweils ab 19 Uhr im Kleinen Haus in Delmenhorst statt. Karten sind für 8 Euro im Kulturbüro des Delmenhorster Rathauses sowie an der Abendkasse erhältlich.

Wessels: Das grundehrliche Miteinander! Wenn jemand nicht gut drauf ist, merkt man das sofort. Auch Sympathien und Antipathien werden klar benannt. Davon habe ich sehr profitiert.
Frage: Auch zwei Gruppen aus Ihrer Tanzschule, „First Try“ und die Hip-Hop-Kids, wirken am Stück mit. Gab es bereits ein Zusammentreffen zwischen Tänzern und Schauspielern?
Wessels: Ja, am 6. April gab es eine große Probe mit allen Beteiligten und in Kostümen. Ich habe noch nie eine so gute Probe in der Zusammenfassung erlebt! Wir haben gemerkt, dass sich dort vieles geklärt hat. Vorher hatten auf beiden Seiten noch Unsicherheiten bestanden. Eine Tänzerin war zu Tränen gerührt, und die Hip-Hop-Kids, die normalerweise sehr ausgelassen und laut sind, waren plötzlich leise und vorsichtig. Nun wissen alle, worum es auf der Bühne geht.
Frage: Wie sehen Sie selbst der Premiere entgegen?
Wessels: Ich bin noch erstaunlich ruhig. Mich sorgt ein wenig, dass wir nur noch zwei Proben haben. Einige Punkte können wir erst auf der Bühne im Kleinen Haus klären. Aber wir haben versucht, alles, was möglich ist, aus uns herauszuholen. Für mich ist auch das gute Ergebnis wichtig, das wir im Arbeitsprozess erreicht haben – und ich bin sehr kritisch.
Frage: Die Premiere hat noch nicht stattgefunden, da haben Sie schon das nächste Projekt im Blick. . .
Wessels: Das stimmt. Im Oktober vorigen Jahres haben die Mitwirkenden den Wunsch an mich herangetragen, weiterzumachen. Die Planungen für „Theater 2.0“ laufen. Die Terminierung steht, das Konzept steht. Aber es kann nur umgesetzt werden, wenn wir Sponsoren dafür finden.

erschienen im Weser-Kurier im Mai 2019:

Inklusives Theaterprojekt
Alexandra Wolff 12.05.2019 
Rund 20 Teilnehmer aus den Wohngruppen der Norle sowie Tanzgruppen der Tanzschule Wessels haben am Freitag das inklusive Theaterprojekt „Die Falkenburger Dorfmusikanten“ auf die Bühne gebracht.

Rund 20 Teilnehmer aus den Wohngruppen der Norle sowie Tanzgruppen der Tanzschule Wessels haben am Freitag das inklusive Theaterprojekt „Die Falkenburger Dorfmusikanten“ auf die Bühne gebracht. (INGO MöLLERS)

Der Esel brüllt, der Hund bellt, die Katze miaut und der Hahn kräht. So wie die Bremer Stadtmusikanten verschiedene Begabungen haben, gibt es auch Menschen, die anders begabt sind. Ute Wessels, Inhaberin der gleichnamigen Tanzschule im Dorfpark Falkenburg, hat in ihrem inklusiven Theaterprojekt diese Menschen unter einen Hut gebracht: Tänzer der Hip-Hop-Gruppe und „First Try“-Tänzerinnen der Tanzschule Wessels mit Mitgliedern der Norle-Wohngruppen. Am Freitag feierte das Theaterprojekt „Die Falkenburger Dorfmusikanten“ im Kleinen Haus eine erfolgreiche Premiere, die die rund 230 Zuschauer am Ende mit stehenden Ovationen feierten.

„Norle“ steht für Normales Leben und die gemeinnützige Gesellschaft in Falkenburg bietet in ihren Wohngemeinschaften individuelle Hilfen für individuelle Menschen. So waren unter den Darstellern beispielsweise Menschen mit Trisomie 21. Da sowohl die Tanzschule als auch die Norle in Falkenburg ansässig sind, war es folgerichtig, dass es sich bei diesem Theaterstück um die Falkenburger Dorfmusikanten handelt, die die Räuber im Hasbruch-Wald vertreiben.

Schirmherr Dr. Johann Böhmann, ehemaliger Leiter der Delmenhorster Kinderklinik, verriet in seiner Begrüßungsrede, dass die Gruppe mehr als zwölf Monate „sehr intensiv und mit sehr viel Herzblut“ geprobt und gewerkelt habe. Wessels begrüßte die Premierenbesucher, indem sie erzählte, wie sie seit dem 9. April mit 20 Teilnehmern die Falkenburger Scheune in eine Probebühne verwandelt haben: „Wir hätten Sie damals schon einladen sollen“, beteuerte sie und beschrieb, wie sich die Teilnehmer in zwei Gruppen aufteilten: „Es gab eine Gruppe der Kreativen und eine der Darsteller.“

Das Stück begann mit einem Making-of-Film. Er verdeutlichte das, was Wessels schon in ihrer Rede verraten hat: Fotos und kurze Filmaufnahmen gaben einen Eindruck davon, wie die Kreativen die Ausstattung gebastelt und gemalt und die Darsteller für das Stück improvisiert und geprobt haben. Und wie schließlich alle zusammen eine Führung durch das Kleine Haus bekamen.

Nach diesem Film schloss sich Vorhang, und als er den Blick auf die Bühne wieder freigab, war die Leinwand verschwunden und stattdessen zeigte das selbstgemalte Bühnenbild eine Landschaft. Zu Katja Ebsteins „Theater, Theater“ liefen alle Darsteller und Tänzer hintereinander auf die Bühne. Schließlich trat auch Wessels auf – in einem karierten Schlafanzug. „Ich mache es mir gerne gemütlich“, lautete ihr Text. „Flezen Sie sich auch ruhig bequem in ihren Sessel.“ Und dann las sie die Geschichte der Bremer Stadt – pardon, der Falkenburger Dorfmusikanten vor.

Die Zeilen mit wörtlicher Rede sprachen die jeweiligen Darsteller selbst. So klagte zuerst der Esel sein Leid. Wie beim Hund haben die Kreativen das verfilzte Fell mithilfe von leeren Klopapierrollen dargestellt, die in großer Zahl in verschiedenen Grautönen am Esel, beziehungsweise in verschiedenen Brauntönen am Hund herunterbaumelten. Als Esel und Hund zu einander gefunden hatten, wurde Rolf Zuckowskis „Tiere brauchen Freunde“ abgespielt, während Esel und Hund auf der Stelle liefen. Hinter ihnen wurde ein sehr langes Banner entlang geführt, auf das die Kreativen verschiedene Landschaften gemalt hatten. So zeigten sie, was für einen weiten Weg die Tiere liefen. Als Esel und Hund schließlich auf die Katze im Leoparden-T-Shirt und Katzenpuschen sowie auf den Hahn mit einem riesigen Kamm auf der roten Mütze gestoßen sind, sangen alle zusammen „Wir sind eins“ – nicht nur die Dorfmusikanten, sondern alle, die auf der Bühne waren: die Bäume mit ihrem grünen Tüll in den Haaren und die Räuber mit ihren Gürteln über den Holzfällerhemden.

Da es aber noch ein weiter Weg bis Falkenburg war, beschlossen die Vier, im Hasbruch-Wald zu übernachten. Und dort spielen sich ganz merkwürdige Dinge ab. Bei diesem Stichwort liefen sieben schwarzgekleidete Kinder der Hip-Hop-Gruppe der Tanzschule Wessel auf die Bühne. Unter der Leitung von Miriam Ramig hatten sie zu einer Partyversion von „Im Wald, da sind die Räuber“ eine Choreografie einstudiert. Nachdem die Tiere die Räuber vertrieben hatten und eingeschlafen waren, führten elf jungen Frauen von „First Try“ einen Gute-Nacht-Tanz im Contamporary-Stil auf, den sie unter der Leitung von Pia Bornemann gelernt haben, während im Hintergrund St.-Martins-Laternen aus Papier mit Mond- und Sternmotiven auftauchten.

Mitten in der Nacht kehrten die Räuber zurück, aber den Tieren gelang es abermals, die Bösewichte zu vertreiben. Dass ihnen das Haus der Räuber nun endgültig gehörte, feierten die Tiere zu Andreas Bouranis Hit „Auf uns“. Alle Darsteller tanzten ausgelassen zu dem Lied, warfen Konfetti und pusteten Luftschlangen über die Bühne. Und schließlich sagten alle gleichzeitig: „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.“


erschienen in der NOZ im Mai 2019
:
Falkenburger Dorfmusikanten: Das Publikum verneigt sich

Full plus dkr

Delmenhorst. Die „Falkenburger Dorfmusikanten“ erobern das Theater Kleines Haus in Delmenhorst. Mit dem inklusiven Theaterstück begeisterten Teilnehmer der Norle und der Lebenshilfe Delmenhorst das Publikum.

erschienen im Kreisblatt am Sonntag am 12.08.2018:
25 Jahre tänzerische Leidenschaft
Tanzlehrerin Ute Wessels engagiert sich auch ehrenamtlich.


Die Discofox-Formation bereitete Ute Wessels zum Jubiläum eine große Überraschungsfeier in der Klosterschänke in Hude. Fotos (2): Wessels


Foto oben:
Kim Aileen Borneman (Nichte), Ute Wessels, Pia Bornemann (Nichte)

Falkenburg.  Mit vier Jahren hat Ute Wessels auf den Füßen ihres Vaters stehend das Tanzen gelernt. Der ursprüngliche Gedanke, Tanzen zu ihren Beruf zu machen, kam aber erst viel später. „Das Schlüsselerlebnis war ein wahnsinnig tolles Tanzerlebnis mit einem hervorragenden Partner“, erinnert sich die 55-Jährige, „von da an war ich infiziert.“ Am 1. August feierte sie jetzt ihr 25-jähriges Jubiläum als Tanzlehrerin. Seit gut einem Jahr ist ihre Tanzschule nach 14 Jahren im „Com.media“ in der Nordwolle im Dorfpark in Falkenburg an der Hauptstraße 30 angesiedelt.

„Dort können wir im Tageslicht, unter offenem Gebälk und auf einer neuen Terrasse tanzen“, freut sich Ute Wessels. „Es bietet viele Möglichkeiten für Kunst und Tanz.“

Aber Ute Wessels ist nicht nur Tanzlehrerin. 2010 hat sie in Berlin Kunsttherapie studiert und kam dadurch zur Hospizarbeit. Im letzten Jahr schloss sie die Ausbildung zur Familienbegleiterin (in der ambulanten Kinder- und Jugendhospizarbeit) ab. Seit sieben Jahren ist Ute Wessels mittlerweile in der Hospizarbeit aktiv. Unterstützt von der Norle veranstaltet sie unter kunst- und tanzpädagogischen Gesichtspunkten einen „Künstlerkreis für anders Begabte“. So nennt sie Menschen mit geistiger Beeinträchtigung. Außerdem bietet sie inklusive Tanzprojekte an, an denen auch Bewohner der Lebenshilfe und des Albertushofs teilnehmen.

Wessels startete am 1. August 1993 – also vor gut 25 Jahren – mit Tanzstunden zunächst in verschiedenen Gastronomien. Nach fünf Jahren bezog sie das Gebäude der Tanzschule an der Oldenburger Straße. Nach weiteren fünf Jahren ging sie ins „Com.media“, wo sie die vergangenen 14 Jahre das Tanzen vermittelte. Ihr Programm umfasst unter anderem Standard- und Latein-Tänze, Disco-Fox, Zumba, Hip-Hop oder kreativer Kindertanz. Insbesondere die individuelle Betreuung von Brautpaaren habe in den vergangenen Jahren zugenommen, sagt Ute Wessels, die zusätzlich ein Kreativangebot vorhält: Erwachsene erlernen bei der Tanzlehrerin und Kunsttherapeutin das Malen.

Der Leistungsgedanke spielt für Ute Wessels kaum eine Rolle. „Wenn das mein Ziel gewesen wäre, hätte ich die Trainerlaufbahn eingeschlagen,“, sagt die Tanzlehrerin. Nachdem die Leidenschaft für das Tanzen bei Ute Wessels geweckt war, hat es nicht lange gedauert, bis sie Freude am Unterrichten gefunden hatte. „Es macht Spaß, etwas aus Schülern herauszulocken“, erklärt sie. Dabei spielt das Alter keine Rolle. „Es gibt für Ältere keine gesündere Sportart als Tanzen“, weiß Ute Wessels. Die älteste Teilnehmerin in ihren Kursen ist Mitte 70. Zwei Tanzkreise kommen seit der Gründung – seit 25 Jahren jeweils einmal die Woche.

Am 27. Oktober wird das Jubiläum bei Sievers in Kühlingen gefeiert. Karten für den Ball können nach den Sommerferien telefonisch bei Ute Wessels vorbestellt werden.